Plauderbank auf dem Kardinal König Platz

Zwei Bänke am Kardinal König Platz in Lainz sind seit heute als „Plauderbänke“ ausgeschildert und laden zum Hinsetzen und Miteinander Reden ein. Diese Initiative der Grünen, die vom Netzwerk „MITEINANDER im demenzfreundlichen Hietzing“ angestoßen wurde, soll sich weiter im ganzen Bezirk verbreiten.

„Man könnte sagen, was soll so ein Aufkleber schon bewirken,“ meint P. Friedrich Prassl SJ, Direktor des Kardinal König Hauses. „Aber manchmal braucht es nur eine kleine Geste, eine Ermutigung, jemanden anzusprechen.“ P. Stefan Hengst SJ, ab September Pfarrer von Lainz ergänzt: „In unserer schnellen und individualisierten Gesellschaft können wir kleine Anstöße gut brauchen. Zum Innehalten, Hinsetzen und Zuhören. Einsamkeit tut weh – schon ein kleiner Kontakt kann trösten.“

Petra Rösler, Koordinatorin des demenzfreundlichen Bezirks, kämpft mit dem Netzwerk gegen die Einsamkeit im Alter. „Es gibt so viele Auslöser, dass man soziale Kontakte verliert, aber am schlimmsten finde ich, wenn man sich dann auch noch für die Einsamkeit schämt. Viele Menschen wollen einfach nur gesehen werden, dazugehören, in Kontakt bleiben, auch mit jungen Menschen.“ Das Netzwerk bietet diverse Aktivitäten gegen Einsamkeit an, etwa ein Begegnungscafé, Spaziergänge oder Besuche.

Christopher Hetfleisch, Obmann der Grünen in Hietzing, wünscht sich noch viele weitere Plauderbänke als Ermutigung zum Gespräch. Wer eine Bank auf Privatgrund als „Plauderbank“ deklarieren möchte, kann einen Aufkleber anfordern (hietzing@gruene.at).